29.13. E-Mails mit fetchmail abholen

Beigetragen von Marc Silver.

fetchmail ist ein vollwertiger IMAP- und POP-Client. Mit fetchmail können Benutzer E-Mails von entfernten IMAP- und POP-Servern in leichter zugängliche lokale Postfächer laden. fetchmail wird aus dem Port mail/fetchmail installiert. Das Programm bietet unter anderem folgende Funktionen:

Wegen des Funktionsumfangs von fetchmail können hier nur grundlegende Funktionen beschrieben werden. fetchmail benötigt die Konfigurationsdatei .fetchmailrc. In dieser Datei werden Informationen über Server wie auch Benutzerdaten und Passwörter hinterlegt. Wegen des kritischen Inhalts von .fetchmailrc sollte die Datei nur lesbar für den Benutzer sein:

% chmod 600 .fetchmailrc

Die folgende .fetchmailrc zeigt, wie das Postfach eines einzelnen Benutzers mit POP heruntergeladen wird. fetchmail wird angewiesen, eine Verbindung zu example.com herzustellen und sich dort als Benutzer joesoap mit dem Passwort XXX anzumelden. Das Beispiel setzt voraus, dass es der Benutzer joesoap auch auf dem lokalen System existiert.

poll example.com protocol pop3 username "joesoap" password "XXX"

Im folgenden Beispiel werden mehrere POP- und IMAP-Server benutzt. Wo notwendig, werden E-Mails auf andere lokale Konten umgeleitet:

poll example.com proto pop3:
user "joesoap", with password "XXX", is "jsoap" here;
user "andrea", with password "XXXX";
poll example2.net proto imap:
user "john", with password "XXXXX", is "myth" here;

Sie können fetchmail als Dienst starten. Verwenden Sie dazu die Kommandozeilenoption -d gefolgt von einer Zeitspanne in Sekunden, die angibt, wie oft die Server aus der Datei .fetchmailrc abgefragt werden sollen. Mit dem nachstehenden Befehl fragt fetchmail die Server alle 600 Sekunden ab:

% fetchmail -d 600

Mehr über fetchmail erfahren Sie auf der Seite http://fetchmail.berlios.de/.

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