8.5. Einen angepassten Kernel bauen und installieren

Nachdem die Änderungen an der angepassten Kernelkonfigurationsdatei gespeichert sind, kann der Quellcode für den Kernel mit den folgenden Schritten übersetzt werden:

Prozedur 8.1. Einen Kernel bauen
  1. Wechseln Sie das Verzeichnis:

    # cd /usr/src
  2. Bauen Sie den Kernel, indem Sie den Namen der Kernelkonfigurationsdatei angeben:

    # make buildkernel KERNCONF=MYKERNEL
  3. Installieren Sie den neuen Kernel. Dieser Befehl wird den neuen Kernel nach /boot/kernel/kernel kopieren, und den alten Kernel nach /boot/kernel.old/kernel speichern:

    # make installkernel KERNCONF=MYKERNEL
  4. Fahren Sie das System herunter und starten Sie den neuen Kernel. Wenn etwas nicht funktioniert, lesen Sie Der Kernel bootet nicht:.

In der Voreinstellung werden beim Bau eines angepassten Kernels stets alle Kernelmodule neu gebaut. Um einen Kernel schneller zu bauen, oder um nur bestimmte Module zu bauen, bearbeiten Sie /etc/make.conf, bevor Sie den Kernel neu bauen.

In diesem Beispiel werden über eine Variable nur die Kernelmodule definiert, die auch tatsächlich gebaut werden sollen. In der Voreinstellung werden alle Module gebaut:

MODULES_OVERRIDE = linux acpi

Alternativ kann auch eine Variable verwendet werden, die bestimmte Kernelmodule vom Bauprozess ausschließt:

WITHOUT_MODULES = linux acpi sound

Weitere Variablen und deren Beschreibung finden Sie in make.conf(5).

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