12.11. Konfigurationsdateien

12.11.1. /etc Layout

Konfigurationsdateien finden sich in einigen Verzeichnissen unter anderem in:

/etcEnthält generelle Konfigurationsinformationen, die Daten hier sind systemspezifisch.
/etc/defaultsDefault Versionen der Konfigurationsdateien.
/etc/mailEnthält die sendmail(8) Konfiguration und weitere MTA Konfigurationsdateien.
/etc/pppHier findet sich die Konfiguration für die User- und Kernel-ppp Programme.
/etc/namedbDas Vorgabeverzeichnis, in dem Daten von named(8) gehalten werden. Normalerweise werden hier named.conf und Zonendaten abgelegt.
/usr/local/etcInstallierte Anwendungen legen hier ihre Konfigurationsdateien ab. Dieses Verzeichnis kann Unterverzeichnisse für bestimmte Anwendungen enthalten.
/usr/local/etc/rc.dOrt für Start- und Stopskripten installierter Anwendungen.
/var/dbAutomatisch generierte systemspezifische Datenbanken, wie die Paket-Datenbank oder die locate-Datenbank.

12.11.2. Hostnamen

12.11.2.1. /etc/resolv.conf

Wie der FreeBSD-Resolver auf das Internet Domain Name System (DNS) zugreift, wird in /etc/resolv.conf festgelegt.

Die gebräuchlichsten Einträge in /etc/resolv.conf sind:

nameserverDie IP-Adresse eines Nameservers, den der Resolver abfragen soll. Bis zu drei Server werden in der Reihenfolge, in der sie aufgezählt sind, abgefragt.
searchSuchliste mit Domain-Namen zum Auflösen von Hostnamen. Die Liste wird normalerweise durch den Domain-Teil des lokalen Hostnamens festgelegt.
domainDer lokale Domain-Name.

Beispiel für eine typische resolv.conf:

search example.com
nameserver 147.11.1.11
nameserver 147.11.100.30

Anmerkung:

Nur eine der Anweisungen search oder domain sollte benutzt werden.

Wenn Sie DHCP benutzen, überschreibt dhclient(8) für gewöhnlich resolv.conf mit den Informationen vom DHCP-Server.

12.11.2.2. /etc/hosts

/etc/hosts ist eine einfache textbasierte Datenbank, die aus alten Internetzeiten stammt. Zusammen mit DNS und NIS stellt sie eine Abbildung zwischen Namen und IP-Adressen zur Verfügung. Anstatt named(8) zu konfigurieren, können hier lokale Rechner, die über ein LAN verbunden sind, eingetragen werden. Lokale Einträge für gebräuchliche Internet-Adressen in /etc/hosts verhindern die Abfrage eines externen Servers und beschleunigen die Namensauflösung.

# $FreeBSD$
#
#
# Host Database
#
# This file should contain the addresses and aliases for local hosts that
# share this file.  Replace 'my.domain' below with the domainname of your
# machine.
#
# In the presence of the domain name service or NIS, this file may
# not be consulted at all; see /etc/nsswitch.conf for the resolution order.
#
#
::1         localhost localhost.my.domain
127.0.0.1       localhost localhost.my.domain
#
# Imaginary network.
#10.0.0.2       myname.my.domain myname
#10.0.0.3       myfriend.my.domain myfriend
#
# According to RFC 1918, you can use the following IP networks for
# private nets which will never be connected to the Internet:
#
#   10.0.0.0    -   10.255.255.255
#   172.16.0.0  -   172.31.255.255
#   192.168.0.0 -   192.168.255.255
#
# In case you want to be able to connect to the Internet, you need
# real official assigned numbers.  Do not try to invent your own network
# numbers but instead get one from your network provider (if any) or
# from your regional registry (ARIN, APNIC, LACNIC, RIPE NCC, or AfriNIC.)
#

/etc/hosts hat ein einfaches Format:

[Internet Adresse] [Offizieller Hostname] [Alias1] [Alias2] ...

Zum Beispiel:

10.0.0.1 myRealHostname.example.com myRealHostname foobar1 foobar2

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte hosts(5).

12.11.3. sysctl.conf

sysctl.conf sieht ähnlich wie rc.conf aus. Werte werden in der Form Variable=Wert gesetzt. Die angegebenen Werte werden gesetzt, nachdem sich das System bereits im Mehrbenutzermodus befindet. Allerdings lassen sich im Mehrbenutzermodus nicht alle Werte setzen.

Um das Protokollieren von fatalen Signalen abzustellen und Benutzer daran zu hindern, von anderen Benutzern gestartete Prozesse zu sehen, können Sie in der Datei sysctl.conf die folgenden Variablen setzen:

# Do not log fatal signal exits (e.g. sig 11)
kern.logsigexit=0

# Prevent users from seeing information about processes that
# are being run under another UID.
security.bsd.see_other_uids=0

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