3.5. Kommentare

Kommentare sind SGML-Konstrukte, die normalerweise nur in DTDs gültig sind. Dennoch ist es, wie in Abschnitt 3.4, „Die Rückkehr zu SGML“ gezeigt, möglich Fragmente mit SGML-Syntax in Dokumenten zu verwenden.

Zum Abgrenzen von SGML-Kommentaren wird ein doppelter Bindestrich -- verwendet. Mit seinem ersten Auftreten öffnet er einen Kommentar, mit seinem zweiten schließt er ihn wieder.

Beispiel 3.8. Beispiele für Kommentare in SGML
<!-- Testkommentar -->
<!-- Text innerhalb eines Kommentars -->

6lt;!-- Ein anderer Kommentar    -->

6lt;!-- So können mehrzeilige Kommentare
     genutzt werden -->

<!-- Eine andere Möglichkeit für --
  -- mehrzeilige Kommentare.     -->

Hat man früher schon Erfahrungen mit HTML gesammelt, wird man vielleicht andere Regeln für den Gebrauch von Kommentaren kennengelernt haben. Beispielsweise wird oft angenommen, dass Kommentare mit <!-- begonnen und nur mit --> beendet werden.

Dies ist nicht der Fall. Viele Webbrowser haben fehlerhafte HTML-Parser, die dies akzeptieren. Die SGML-Parser, die vom FDP verwendet werden, halten sich strenger an die SGML-Spezifikation und verwerfen Dokumente mit solchen Fehlern.

Beispiel 3.9. Fehlerhafte SGML-Kommentare
<!-- Innerhalb eines Kommentars --

     DIES IST NICHT TEIL EINES KOMMENTARS

  -- Wieder innerhalb eines Kommentars -->

SGML-Parser würden die mittlere Zeile wie folgt interpretieren:

<!DIES IST NICHT TEIL EINES KOMMENTARS>

Da es sich hierbei nicht um gültiges SGML handelt, kann diese Zeile zur verwirrenden Fehlermeldungen führen.

<!----- Eine wirklich schlechte Idee  ----->

Wie das Beispiel zeigt, sollten solche Kommentare tunlichst vermieden werden.

<!--===================================================-->

Ein solcher Kommentar ist (ein wenig) besser, kann aber jemanden, der mit SGML noch nicht so vertraut ist, verwirren.


3.5.1. Fingerübungen…

  1. Zur Übung können Sie einige Kommentare in die Datei beispiel.xml einfügen und überprüfen, ob die Datei nun noch erfolgreich von onsgmls validiert werden kann.

  2. Zu Testzwecken sollten Sie auch noch ein paar fehlerhafte Kommentare hinzufügen und sich die resultierenden Fehlermeldungen von onsgmls ansehen.

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