Kapitel 22. Der Vinum Volume Manager

Ursprünglich geschrieben von Greg Lehey.
Übersetzt von Johann Kois und Kay Abendroth.
Inhaltsverzeichnis
22.1. Übersicht
22.2. Ihre Platten sind zu klein.
22.3. Mögliche Engpässe
22.4. Datenintegrität
22.5. Vinum-Objekte
22.6. Einige Beispiele
22.7. Objektbenennung
22.8. Vinum konfigurieren
22.9. Vinum für das Root-Dateisystem benutzen

22.1. Übersicht

Egal, über welche und wieviele Festplatten Ihr System auch verfügt, immer wieder werden Sie mit den folgenden Problemen konfrontiert:

  • Ihre Platten sind zu klein.

  • Sie sind zu langsam.

  • Ihre Platten sind unzuverlässig.

Um derartige Probleme zu lösen, wurden verschiedene Methoden entwickelt. Eine Möglichkeit bietet der Einsatz von mehreren, manchmal auch redundant ausgelegten Platten. Zusätzlich zur Unterstützung verschiedener Erweiterungskarten und Controller für Hardware-RAID-Systeme enthält das FreeBSD-Basissystem auch den Vinum Volume Manager, einen Blockgerätetreiber, der die Einrichtung virtueller Platten unterstützt. Bei Vinum handelt es sich um einen sogenannten Volume Manager, einen virtuellen Plattentreiber, der obige drei Probleme löst. Vinum bietet Ihnen größere Flexibilität, Leistung und Zuverlässigkeit als die klassische Datenspeicherung auf einzelne Festplatten. Dazu unterstützt Vinum RAID-0, RAID-1 und RAID-5 (sowohl einzeln als auch in Kombination).

Dieses Kapitel bietet Ihnen einen Überblick über potentielle Probleme der klassischen Datenspeicherung auf Festplatten sowie eine Einführung in den Vinum Volume Manager.

Anmerkung:

Für FreeBSD 5.X wurde Vinum überarbeitet und an die GEOM-Architektur (Kapitel 20, GEOM: Modulares Framework zur Plattentransformation) angepasst, wobei die ursprünglichen Ideeen und Begriffe sowie die auf der Platte benötigten Metadaten beibehalten wurden. Die überarbeitete Version wird als gvinum (für GEOM-Vinum) bezeichnet. Die folgenden Ausführungen verwenden den Begriff Vinum als abstrakten Namen, unabhängig davon, welche Variante implementiert wurde. Sämtliche Befehlsaufrufe erfolgen über gvinum, welches nun das Kernelmodul geom_vinum.ko (statt vinum.ko) benötigt. Analog finden sich alle Gerätedateien nun unter /dev/gvinum statt unter /dev/vinum. Seit FreeBSD 6.x ist die alte Vinum-Implementierung nicht mehr im Basissystem enthalten.

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